SOMEDI PFLEGERATGEBER

Hier haben wir Ihnen interessante und wichtige Informationen zusammengetragen. Alle PDF-Dateien können Sie auch kostenlos herunterladen und ausdrucken.

Spezialreport Demenz

Woran Sie eine Demenz erkennen

  •  Checkliste: Vergesslichkeit oder beginnende Demenz?
  •  Schutz vor Demenz möglich?
  •  Demenzkranke: Wenn Eltern zu Kindern werden
  •  Tagespflege: Eine alternative Versorgungsform für Demenzkranke
  •  An Alzheimer Demenz erkrankte Personen brauchen Routine
  •  So können Sie Abwehrverhalten bei Demenzkranken verringern

Woran Sie eine Demenz erkennen
Die Hirnleistung jedes Menschen lässt im Alter nach, das ist ganz natürlich und nicht Besorgnis erregend. Viele Angehörige fragen sich jedoch, wie Sie diesen natürlichen Abbauprozess von einer dementiellen Erkrankung unterscheiden können.

Hier die 3 wichtigsten Symptome für eine Demenz: Eine Demenz ist ein langsam fortschreitender Prozess, der sich nicht mehr rückgängig machen lässt und im Verlauf der Krankheit zu immer deutlicheren dementiellen Veränderungen führt.

Bei nicht dementiellen Verläufen können zwar dieselben Symptome auftreten, diese lassen sich aber mit einer entsprechenden Therapie behandeln und verschwinden meist sogar ganz…..

Geistig fit im Alter

Geistig fit im Alter durch Ernährung, Bewegung und geistige Aktivität

Eine Broschüre des Bundesministerums für Gesundheit

Geistig fit im Alter
durch Ernährung, Bewegung und geistige Aktivität

Die Broschüre wurde im Zuge einer Zuwendung des Bundesministeriums für Gesundheit erstellt von:
Autoren: Dr. med. Judith Alferink (1)
Priv.-Doz. Dr. med. Frank Jessen (1)
Dr. med. Julius Popp (1) Marina Rizovski-Jansen (2)
Dr. med. Annika Spottke (1)
und Prof. Dr. med. Wolfgang Maier (1, 2)
(1) Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Rheinische-Friedrich-Wilhelms-Universität Sigmund-Freud-Straße 25 53105 Bonn

(2) Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) Sigmund-Freud-Straße 25 53127 Bonn Tel.: 0228/308990

Pflegen zu Hause

Pflege zu Hause Ratgeber

1. Ein paar Gedanken vorab
Eine Behinderung, eine chronische Krankheit, oftmals auch ständig zunehmende, schwerwiegende Alterserscheinungen können einen bisher mehr oder weniger selbstständigen Menschen in die unabänderliche Lage bringen, dass er Pflege braucht.

Das kann sehr plötzlich geschehen – von einem Tag auf den anderen –, das kann sich aber auch allmählich und schleichend vollziehen. Wenn er Glück hat, gibt es in seiner Familie, in seinem Freundeskreis einen Menschen, der bereit ist, ihn zu Hause zu pflegen, der ihm in dieser Situation helfen will und ihm auch wirklich helfen kann.

Es gibt viele Gründe, die Sie als Partner, als Tochter, als Sohn, als ein anderes Familienmitglied oder als Freund dazu bewegen können, die häusliche Pflege für einen nahestehenden Menschen zu übernehmen:

  • aus liebevoller Verbundenheit,
  • aus Dankbarkeit,
  • aus Pflicht- oder Schuldgefühl,
  • weil ein Pflegeheimplatz zurzeit nicht verfügbar oder finanzierbar ist
  • oder aus einer Mischung der genannten oder anderer Gründe.

Verantwortungsvoller Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen in der Pflege

Freiheitsentziehende Maßnahmen stellen einen erheblichen Eingriff in die Selbstbestimmung und Selbständigkeit eines Pflegebedürftigen dar. Sie sind deshalb auf das unbedingt notwendige Maß zu beschränken. Sie dienen dem Schutz des Pflegebedürftigen; ein Einsatz zur Erleichterung der Pflege ist nicht zulässig.
Freiheitsentziehende Maßnahmen werden sich, weil sie dem Schutz der Pflegebedürftigen dienen, zwar nicht gänzlich vermeiden lassen. Sie können jedoch entscheidend reduziert werden, wenn bei allen Beteiligten das Bewusstsein für den schwerwiegenden Eingriff in die persönliche Freiheit des Einzelnen geschärft und alternative Handlungsweisen diskutiert werden.

Freiheitsentziehende Maßnahmen sind nur nach gewissenhafter Abwägung der Freiheitsrechte mit den Fürsorgepflichten unter bedingungsloser Beachtung der Würde des Menschen und seiner Selbstbestimmung anzuwenden. Freiheitsentziehende Maßnahmen sind immer das letzte Mittel der Wahl; es muss die schonendste und am wenigsten in die Freiheit des Betroffenen eingreifende Maßnahme zum Tragen kommen, ihre Dauer muss begrenzt sein und ihre Notwendigkeit immer wieder reflektiert werden.

Der Betroffene steht als Person mit seinen Wünschen, Bedürfnissen und seiner individuellen Lebensgeschichte stets im Mittelpunkt.
Nur dann, wenn alle am Versorgungsprozess Beteiligten – Pflege, Medizin, Angehörige und Betreuer – • gemeinsam ihre Verantwortung wahrnehmen, • in der Ursachenforschung, im Versorgungs- und Betreuungsprozess zusammenwirken und  …

Wenn das Gedächtnis nachlässt

Liebe Bürgerinnen und Bürger, wenn von Demenz die Rede ist, wissen wir alle, was gemeint ist: Nachlassende geistige Leistungsfähigkeit und am Ende der Verlust des selbstbestimmten Lebens. Daher ist die Diagnose, wenn sie gestellt wird, oft im ersten Moment ein Schock – für die Betroffenen nicht weniger als für die Angehörigen.

Da hilft es schon ein wenig, dass die erkrankte Person nicht innerhalb kürzester Zeit zum Pflegefall werden wird. Trotzdem müssen sich alle Beteiligten damit auseinandersetzen, dass erkrankte Personen mehr und mehr auf die Unterstützung anderer Menschen angewiesen sein werden. Eine Million demenziell erkrankte Menschen leben derzeit in Deutschland, und aufgrund des demografischen Wandels ist davon auszugehen, dass in Zukunft voraussichtlich mehr Menschen an Demenz erkranken werden. Sollte die Kommission für „Nachhaltigkeit in der Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme“ mit ihrer Prognose Recht behalten, dann werden bis zum Jahr 2030 über drei Millionen Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen pflegebedürftig sein.

Derzeit werden rund 80 Prozent der an Demenz erkrankten Menschen zu Hause gepflegt. Meist sind es Angehörige, die sich der Betreuung ihrer erkrankten Ehepartner, Eltern oder Großeltern mit großem Engagement annehmen. Dies stellt eine starke Belastung für die Angehörigen, aber auch für die Betroffenen und die gesamte Gesellschaft dar. Vorwort 3 Die Informationsbroschüre „Wenn das Gedächtnis nachlässt“ soll wichtige Fragen beantworten und jenen Menschen Unterstützung und Orientierung bieten, die Verantwortung übernehmen und sich der schwierigen Aufgabe stellen, demenziell erkrankte Menschen ein Leben in Würde und in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Vielleicht können wir es Ihnen sogar etwas leichter machen, indem wir kleine Hilfestellungen bieten und Tipps geben, wie das Leben aller Beteiligten an die Herausforderung einer dementiellen Erkrankung angepasst werden kann.

66Tipps barrierefrei

Liebe Leserinnen und Leser, „mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ – diese Hymne auf das Alter kennen wir alle. Tatsächlich hatte keine Generation in Deutschland so gute Chancen, so lange gesund und fit zu bleiben, wie diejenigen, die jetzt in den Ruhestand gehen. Schon im Jahr 2030 wird in Deutschland jeder Dritte über 60 sein.

Mit steigender Lebenserwartung nehmen allerdings auch chronische Krankheiten zu. Wir wollen Seniorinnen und Senioren in Deutschland anregen, im Alter aktiv zu sein, uns an ihrer Lebenserfahrung und ihrem Wissen teilhaben zu lassen, sich in ihrer Familie und der Gesellschaft zu engagieren und Vorbild für die nachfolgenden Generationen zu sein. Die Frage ist also: Wie bleiben wir alle länger fit, selbständig und leistungsfähig? Die aktuelle Forschung zeigt eindeutig: Ausgewogene Ernährung und körperliche Aktivität helfen dabei.

Je älter wir werden umso wichtiger ist ein gesunder und aktiver Lebensstil. Gerade Bewegung ist ein wahrer Jungbrunnen für das Herz Kreislaufsystem, den Bewegungsapparat und nicht zuletzt die Psyche. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung trägt ebenfalls entscheidend dazu bei, die gewonnenen Jahre in besserer Gesundheit zu verbringen. Dieser zunehmenden Bedeutung von Vorbeugung möchten wir auch mit dem …

Die Pflegestärkungsgesetze

Liebe Leserin, lieber Leser, ist ein Mensch auf Hilfe und Pflege angewiesen, stellt dies immer eine große Herausforderung dar – für den Pflegebedürftigen, aber auch für seine Angehörigen. Alle, die in und mit der Pflege zu tun haben, bringen täglich viel Kraft auf, um die unterschiedlichsten Situationen zu meistern. Jeder Einzelne verdient unsere Anerkennung für diesen Einsatz.

Mit den Pflegestärkungsgesetzen unterstützt die Bundesregierung Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte in ihrem Alltag und gibt ihnen zusätzlichen Rückhalt. Dafür packen wir die größte Weiterentwicklung der Pflegeversicherung seit ihrer Einführung vor mehr als 20 Jahren an.
Dieser wichtige Schritt bringt neben deutlichen Leistungsausweitungen unter anderem auch einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein grundlegend verändertes Begutachtungsinstrument mit sich.

Damit erhalten demenziell Erkrankte endlich gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Viele Bestandteile der Pflegestärkungsgesetze entfalten bereits ihre Wirkung. Andere Schritte befinden sich derzeit in der Entstehung.

Bis 2017 werden alle notwendigen Arbeiten für den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und die neuen Begutachtungen angemessen vorbereitet, geprüft und umgesetzt. Damit schließen wir einen Kraftakt ab, der in den kommenden Jahren und Jahrzehnten vielen Menschen in Deutschland zugutekommen wird…

BMG Ratgeber Demenz

Was ist eine Demenzerkrankung?
„Weg vom Geist“ respektive „ohne Geist“ – so lautet die wörtliche Übersetzung des Begriffs „Demenz“ aus dem Lateinischen. Damit ist bereits das wesentliche Merkmal von Demenzerkrankungen beschrieben, nämlich die Verschlechterung bis hin zum Verlust der geistigen Fähigkeiten.

Am Anfang der Krankheit sind häufig Kurzzeitgedächtnis und Merkfähigkeit gestört, im weiteren Verlauf verschwinden auch bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses. Die Betroffenen verlieren so mehr und mehr die während ihres Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Eine Demenz ist jedoch weitaus mehr als eine „einfache“ Gedächtnisstörung. Sie kann sich auch in einer zunehmenden Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit, der Sprache, des Auffassungs- und Denkvermögens sowie der Orientierung zeigen. Somit erschüttert eine Demenzerkrankung das ganze Sein des Menschen – seine Wahrnehmung, sein Verhalten und sein Erleben.

Für Demenzerkrankungen wird eine Vielzahl verschiedener Ursachen beschrieben. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen primären und sekundären Formen der Demenz. Letztere sind Folgeerscheinungen anderer, meist außerhalb des Gehirns angesiedelter Grunderkrankungen wie etwa Stoffwechselerkrankungen, Vitaminmangelzustände und chronische Vergiftungserscheinungen durch Alkohol oder Medikamente. Diese Grunderkrankungen sind behandelbar und zum Teil sogar heilbar.

Somit ist häufig eine Rückbildung der Symptome der Demenz möglich. Zur Abgrenzung und rechtzeitigen Behandlung dieser Demenzerkrankungen ist eine frühzeitige Diagnose besonders wichtig

Informationen zur haeuslichen Pflege

Wer pflegt, verdient Anerkennung und Respekt Manchmal kann ein Unfall oder Sturz dafür sorgen, dass ein Mensch plötzlich pflegebedürftig wird. Aber auch chronische Krankheiten oder fortschreitende Alterserscheinungen sind mitunter der Auslöser dafür. Oftmals beschließen Angehörige, den geliebten Menschen in seinem gewohnten Umfeld zu pflegen.

Diese Entscheidung verdient Anerkennung und großen Respekt. Sie sollte gleichwohl gründlich bedacht sein. Denn alle Beteiligten erwartet eine völlig neue Situation, die möglicherweise viele Jahre andauern kann und auf die sich beide Seiten sicherlich auch Stück für Stück einstellen müssen. Gute Beziehungen werden vielleicht belastet. Schlimmstenfalls kommt es zu Vorwürfen, Anklagen oder gar Verzweiflung. Die folgenden Seiten sollen mit dazu beitragen, solche Situationen zu verhindern.

Dafür stellen wir Ihnen einige praktische Informationen über die Pflege zu Hause bereit, bieten Ihnen erste Antworten auf Fragen und geben Hinweise auf Hilfestellen und Unterstützungsleistungen. Gleichzeitig soll diese Broschüre Ihnen auch Mut machen.

Einem lieben Menschen zu helfen, bringt sicher nicht nur Mühe und Last, sondern ganz bestimmt auch Nähe und beglückende Erfahrungen. Werden die neuen Umstände von beiden Seiten als schmerzlich oder als schwierig erlebt, kann Ihnen die Zeit dabei helfen, in die neue Rolle hineinzuwachsen und sie stets aufs Neue zu bewältigen.